Funktionen

Glaub uns nicht einfach aufs Wort. Sieh dir an, wie es genau funktioniert.

Jeden Prozess in Oquari beschreiben wir so, wie er wirklich abläuft: was misst und wacht (Sensoren), was die Arbeit erledigt (Pumpen, Ventile, Steckdosen) und was passiert, wenn etwas schiefgeht (Schutzfunktionen). Süßwasser-, Pflanzen- und Meerwasseraquarien nehmen wir gleich ernst — bei jeder Funktion findest du die Kennzeichnung, für welchen Beckentyp sie gedacht ist.

Süßwasser Pflanzenaquarium Meerwasser — Beckentyp-Kennzeichnung bei jeder Funktion
Prozess SüßwasserPflanzenaquariumMeerwasser

Temperatur — Heizen und Kühlen

Über dein Becken wachen zwei unabhängige Wassertemperatursensoren — der Controller regelt nach ihrem gemeinsamen Messwert, und weichen sie mehr als ein halbes Grad voneinander ab, gilt die Messung als unsicher: Das Heizen stoppt und du bekommst einen Alarm. Der Hauptheizstab hält die Solltemperatur mit Hysterese und Tag-/Nachtmodus; der Zusatzheizstab springt erst ein, wenn der erste eine halbe Stunde lang nicht hinterherkommt — oder er arbeitet als separate Zone. Wird es zu warm, fährt Oquari zuerst stufenlos die Lüfter hoch und schaltet erst danach den Durchlaufkühler zu — mit Mindestlauf- und Mindestpausenzeiten, die seinen Kompressor schützen.

Was misst und wacht

  • 2× Wassertemperatursensor — unabhängig, kontrollieren sich gegenseitig
  • Sensor für Raumtemperatur und Luftfeuchte
  • Strommessung jedes Heizstab-Kanals — „heizt der Heizstab wirklich?"
  • Minimalstand-Sensor für den Wasserstand

Was die Arbeit erledigt

  • zwei geschützte Heizstab-Kanäle (Haupt + Zusatz oder zwei Zonen)
  • Kühllüfter mit stufenloser Drehzahlregelung
  • Steckdose für den Durchlaufkühler mit Kompressorschutz (Mindestlauf-/Pausenzeit)

Schutzfunktionen

  • Sensorabweichung >0,5 °C → Heizen STOPP + Alarm
  • Ausfall des Temperatursignals → Heizen STOPP
  • Sicherheitsschwelle → Stromzufuhr der Heizstäbe gekappt + kritischer Alarm
  • zu niedriger Wasserstand blockiert die Heizstäbe physisch — selbst bei einem Elektronikdefekt
  • Platz für einen klassischen mechanischen Thermostat als letzte Verteidigungslinie
  • Alarm „Heizstab kommt nicht hinterher", wenn das Heizen verdächtig lange dauert
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ATO-Nachfüllung — verdunstetes Wasser ergänzen

Wasser verdunstet — der Füllstand sinkt — Salinität und Härte steigen. Die ATO ergänzt den Verlust mit RO-Wasser aus dem Vorratsbehälter. Der Ablauf: Der Arbeitssensor muss ununterbrochen für eine eingestellte Zeit niedrigen Füllstand melden (ein kurzes Schwappen startet keine Pumpe), erst dann öffnet das Ventil und die Nachfüllpumpe läuft an. Der Durchflussmesser in der Leitung bestätigt, dass wirklich Wasser fließt. Das Nachfüllen endet, sobald der Füllstand wieder normal ist — und jeder Zyklus wird protokolliert, du siehst also, wie viel dein Becken täglich verdunstet. Eine plötzliche Änderung der Verdunstungsrate ist übrigens wertvolle Information: oft das erste Anzeichen, dass etwas nicht stimmt.

Was misst und wacht

  • Arbeits-Füllstandssensor (Start/Stopp der Nachfüllung)
  • Maximalstand-Sensor — unabhängig vom Arbeitssensor
  • Durchflussmesser der Nachfüllung — bestätigt den tatsächlichen Durchfluss
  • Füllstandssensoren des Vorratsbehälters (leer/voll)
  • Leckagesensoren unter dem Becken und am Vorratsbehälter

Was die Arbeit erledigt

  • Nachfüllpumpe mit Strommessung (erkennt Trockenlauf)
  • Magnetventil der Nachfüllung — stromlos geschlossen
  • Rührpumpe des Vorratsbehälters — läuft vor dem Nachfüllen an, damit das Wasser homogen ist

Schutzfunktionen

  • Zeitlimit pro Zyklus — die Pumpe füllt niemals „endlos" nach
  • Tagesvolumenlimit (z. B. 2 % des Beckenvolumens)
  • keine Bestätigung vom Durchflussmesser → STOPP + Alarm (verstopfter Schlauch, trockene Pumpe)
  • Maximalstand-Sensor = harter Stopp, unabhängig von der Nachfüll-Logik
  • leerer Vorratsbehälter → STOPP + Alarm „RO-Wasser auffüllen"
  • nach jeder Limitverletzung erfordert die Fortsetzung deine Bestätigung
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Automatischer Wasserwechsel — Schluss mit Eimer und Schlauch

Der klassische Wechsel von 20–30 % einmal pro Woche ist jedes Mal ein Parametersprung — Temperatur, Salinität, pH. Oquari dreht diese Logik um: statt seltener großer Änderungen macht es häufige, sehr kleine. Du gibst eine einzige Zahl ein — wie viele Liter pro Woche — und der Controller verteilt sie auf kleine Portionen, gewechselt rund um die Uhr. Deine Tiere leben in stabilen Werten, und du trägst keine Eimer mehr.

So läuft ein Zyklus ab

  1. Zustandsprüfung: Der Wechsel startet nur, wenn der Wasserstand korrekt ist, gerade weder Fütterung noch Service läuft und kein Alarm aktiv ist.
  2. Ablassen: Ablasspumpe und Magnetventil leiten eine abgemessene Portion in den Abfluss. Das Volumen zählt der Durchflussmesser — auf die Portion genau, nicht „nach Gefühl".
  3. Stabilisierung: Das System wartet, bis sich der Füllstand beruhigt hat, und prüft, ob der Rückgang zum Plan passt.
  4. Nachfüllen: Das Nachfüllventil öffnet und frisches Wasser ergänzt exakt so viel, wie entnommen wurde — überwacht vom zweiten Durchflussmesser und dem Füllstandssensor.
  5. Logbuch: Volumen, Zeit und Status des Zyklus wandern in die Historie. Du weißt, was wann passiert ist.

Süßwasser und Pflanzenbecken vs. Meerwasser

Im Süßwasser- und Pflanzenbecken fließt frisches RO-Wasser direkt ins Aquarium — die Architektur ist einfach, ohne Zwischenbehälter.

Im Meerwasserbecken darf niemals reines RO-Wasser ins Aquarium — es muss exakt die Salinität des Beckens haben. Deshalb kommt der Salzwasser-Mischbehälter dazu: Die RO-Membran befüllt ihn automatisch, eine Umwälzpumpe mischt, der Dosierer gibt die berechnete Portion konzentrierter Salzlösung dazu, und die Salinitätssonde bestätigt das Ergebnis innerhalb der eingestellten Toleranz — erst dann gilt das Wasser als bereit für den Wechsel.

Ist gerade kein fertiges Salzwasser da, wartet der Wechsel. Unter keinen Umständen lässt das System reines RO-Wasser ins Riff.

Was misst und wacht

  • Füllstandssensoren: Minimum, Arbeitsstand und Maximum
  • 2× Durchflussmesser — getrennt für Ablassen und Nachfüllen
  • Salinitätssonde des Mischbehälters (Meerwasser)
  • Sensor für die RO-Wasserreinheit (TDS)
  • Temperatursensor im Vorratsbehälter
  • Leckagesensoren unter dem Becken und am Mischbehälter

Was die Arbeit erledigt

  • Ablasspumpe + Ablass-Magnetventil
  • Magnetventil und Pumpe für frisches Nachfüllwasser
  • Magnetventil zum Befüllen aus der RO-Membran
  • Umwälz-/Rührpumpe des Mischbehälters
  • Salzlösungs-Dosierer (Meerwasser)
  • Heizstäbe und UV-Lampe werden bei abgesenktem Füllstand automatisch gesichert

Schutz vor Überlaufen und Leckage

  • Maximalstand-Sensor = harter Stopp der Nachfüllung, unabhängig vom Programm
  • die Durchflussmesser vergleichen Plan und Realität — eine Abweichung bedeutet mögliche Leckage: sofortiges Absperren von Ventilen und Pumpen + Alarm
  • Doppelzyklus-Sperre: das nächste Ablassen startet nicht, bevor der Füllstand wieder auf dem Stand von vor dem letzten Zyklus ist — das Aquarium kann sich nicht schleichend leeren
  • zu niedriger Füllstand → alles stoppt, kein Gerät läuft trocken
  • Zähler fehlgeschlagener Zyklen: nach wenigen Versuchen stoppt das System komplett und bittet um dein Eingreifen
  • der Leckagesensor unterbricht den Wechsel im Bruchteil einer Sekunde und schließt die Ventile
Die gesamte Sequenz läuft lokal auf dem Controller — sie ist kein Skript in der Cloud. Ein Internetausfall unterbricht keinen Zyklus und „vollendet" ihn auch nicht blind.
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Vorratsbehälter und RO-Wasserproduktion

Nachfüllung und Wasserwechsel sind nur so gut wie das Wasser, das ihnen zur Verfügung steht. Oquari überwacht die gesamte Kette: Sinkt der Füllstand im Vorratsbehälter auf das Minimum, öffnet es das Ventil der RO-Membran und füllt ihn ganz auf — in langen, seltenen Zyklen, die die Lebensdauer der Membran verlängern. Der Wasserreinheitssensor (TDS) misst die Qualität des produzierten Wassers: Ein steigender Wert ist das Zeichen, dass die Membran verschleißt — du bekommst einen Alarm, bevor schlechteres Wasser als vorgesehen in den Behälter fließt.

Was misst und wacht

  • Füllstandssensoren des Vorratsbehälters (Minimum / voll)
  • Sensor für die RO-Wasserreinheit (TDS)
  • Temperatursensor des Vorratswassers
  • Leckagesensor am Behälter

Was die Arbeit erledigt

  • Magnetventil zum Befüllen aus der RO-Membran
  • Rührpumpe, die das Wasser homogen hält

Schutzfunktionen

  • der Voll-Sensor schließt das Ventil — Ende des Befüllens
  • Zeitlimit fürs Befüllen: reagiert der Füllstand nicht → STOPP + Alarm (abgerissener Schlauch, kein Druck)
  • Reinheitsschwelle überschritten → Alarm „Membran prüfen"
  • Leckage am Behälter → sofortiges Schließen des Ventils
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Dosierung auf den Milliliter genau

Bis zu vier Dosierkanäle — Makro- und Mikronährstoffe im Pflanzenbecken, Calcium, Karbonathärte und Magnesium im Riff, Pflegepräparate im Süßwasserbecken. Jede Pumpe kalibrierst du einmal, mit einer simplen Prozedur: eine Minute Laufzeit, du misst das Ergebnis ab, der Controller rechnet den Rest. Die Tagesdosis verteilt er auf kleinere Portionen im gewählten Zeitfenster, damit die Werte nicht springen — und zwischen verschiedenen Flüssigkeiten hält er den eingestellten Abstand ein, in der Meerwasserchemie eine eiserne Regel (manche Flüssigkeiten fallen aus, wenn sie zusammen dosiert werden). Die Kanäle dosieren niemals gleichzeitig.

Was misst und wacht

  • Motorstrommessung jeder Pumpe — erkennt Luft im Schlauch und leere Flaschen
  • Verbrauchszähler der Flüssigkeit pro Kanal
  • Uhr mit Pufferung — der Zeitplan läuft ohne Internet

Was die Arbeit erledigt

  • bis zu 4 Schlauchpumpen mit Volumenkalibrierung
  • Dosen aufgeteilt in Portionen (z. B. 4× täglich) im Zeitfenster
  • Warteschlange: ein Kanal nach dem anderen, mit Abstand zwischen den Flüssigkeiten

Schutzfunktionen

  • hartes Tagesvolumenlimit — selbst eine falsche Konfiguration kann nicht überdosieren
  • Luft im System / leere Flasche → Kanal STOPP + Alarm, Fortsetzung nach Bestätigung
  • Warnung im Voraus: „Flasche reicht noch ~5 Tage"
  • bei Stromausfall stoppt die Dosierung; nach der Rückkehr wird nicht blind „nachgeholt" — die Tagesbilanz bleibt erhalten
  • Pause während Fütterung und Wasserwechsel
Prozess Pflanzenaquarium

CO₂ gesteuert nach dem echten pH-Wert

Statt CO₂ „nach Gefühl" über eine Zeitschaltuhr zu dosieren, führt Oquari das Ventil nach dem tatsächlichen pH-Wert des Wassers: Sinkt der pH, ist genug CO₂ da — das Ventil schließt; steigt er, öffnet es wieder. Das Ganze ist mit dem Lichtplan synchronisiert: Die Zufuhr beginnt mit Vorlauf vor Sonnenaufgang (die Pflanzen bekommen CO₂ ab der ersten Minute der Photosynthese) und endet vor der Dämmerung. Nachts bleibt das Ventil geschlossen.

Was misst und wacht

  • pH-Sonde mit Temperaturkompensation
  • der Lichtplan als Zeit-Gate
  • Sondendiagnose: erkennt Abstecken und Drift

Was die Arbeit erledigt

  • CO₂-Magnetventil — stromlos geschlossen
  • Regelung auf den Soll-pH mit Hysterese
  • Zeitmodus ohne Sonde (Zeitplan), wenn du es einfacher magst

Schutzfunktionen

  • hartes unteres pH-Limit: darunter schließt das Ventil und alarmiert — unabhängig von der Regelung
  • Sondendefekt oder abgesteckte Sonde → Ventil sofort geschlossen (sicherer Zustand)
  • nachts immer geschlossen — das Licht-Gate lässt sich nicht versehentlich umgehen
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Licht wie in der Natur

Bis zu vier Kanäle stufenlos gedimmter Beleuchtung, jeder mit eigenem Tagesplan aus Stützpunkten (bis zu 10 pro Kanal) — zwischen den Punkten blendet der Controller sanft über, das ergibt natürliche Sonnenauf- und Sonnenuntergangs-Rampen statt „jemand hat um 7:00 die Leuchtstoffröhre angeknipst". Dazu beliebig viele Lampen, geschaltet über die gemessenen Steckdosen. Das Pflanzenbecken freut sich über die Mittagspause (Siesta), das Meerwasserbecken über Mondlicht nach echten Mondphasen und den Effekt eines vorbeiziehenden Gewitters. Neuer Besatz? Mit einer einzigen Einstellung begrenzt du die Leistung der gesamten Beleuchtung für die Eingewöhnungszeit.

Was misst und wacht

  • Uhr mit Batteriepufferung — der Plan läuft ohne Internet und nach einem Stromausfall
  • astronomischer Kalender für die Mondphasen
  • Lichtsensor im Raum (optional)
  • Betriebsstundenzähler der Lampen — du weißt, wann sie an Leistung verlieren

Was die Arbeit erledigt

  • 4 Kanäle stufenloses Dimmen (der bei Lampenherstellern etablierte Steuerstandard)
  • 230-V-Steckdosen für Lampen, die als Ganzes geschaltet werden
  • Mondlicht-Kanal

Spezialmodi

  • Sonnenauf- und Sonnenuntergangs-Rampen (Presets 30/45/60 min)
  • Siesta — Mittagspause für Pflanzenbecken
  • Gewitter-Effekt — zufällige Abdunkelungen für Riff und Pflanzenbecken
  • Eingewöhnung — globale Leistungsbegrenzung für neuen Besatz
Prozess Meerwasser· Zirkulation auch in großen Süßwasserbecken

Strömungspumpen und Zirkulation

Ein Riff braucht Wasserbewegung — aber keine gleichförmige. Oquari steuert bis zu vier Umwälzpumpen mit stufenloser Leistungsregelung und Strömungsprogrammen: konstant, Sinus, Pulse, Zufallswelle sowie Ebbe-Flut-Modus — zwei Pumpengruppen arbeiten im Wechsel in einem mehrstündigen Zyklus und bilden den Tagesrhythmus des Riffs nach. Nachts beruhigt sich die Strömung automatisch mit dem Lichtplan. Jede Pumpe startet mit sanfter Rampe, ihr Stromverbrauch wird ständig gemessen.

Was misst und wacht

  • Strommessung jeder Pumpe in Echtzeit
  • Lichtplan — steuert den Nachtmodus
  • Fütterungsmodus — das Signal zur Pause

Was die Arbeit erledigt

  • bis zu 4 Pumpen mit stufenloser Leistungsregelung und Sanftanlauf
  • Gruppen A/B in Gegenphase für Ebbe und Flut
  • Rückförderpumpe (Becken mit Technikbecken)

Schutzfunktionen

  • Trockenlauf: Pumpe läuft, aber der Strom ist verdächtig niedrig → STOPP + Alarm, bevor sie trocken durchbrennt
  • blockierter Rotor: Strom zu hoch → Stopp, drei Neustartversuche, dann Alarm
  • die Fütterung stoppt die Strömung mit einem Knopfdruck — und startet sie von selbst wieder
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Füttern und Betriebsmodi

Eine physische Taste am Gerät, ein Befehl aus der App oder der Zeitplan des Futterautomaten — eine Aktion startet die ganze Choreografie: Strömungspumpen und Filterung halten an, Dosierung und Wasserwechsel warten, der Futterautomat gibt eine Portion aus, und nach der eingestellten Zeit läuft alles von selbst wieder an. Dazu der Servicemodus — sicheres Hantieren am Becken (Heizstäbe aus, Füllstandsalarme bewusst stummgeschaltet) — und der Urlaubsmodus: Futterautomat nach Plan, sparsames Licht und erhöhte Alarmwachsamkeit, wenn niemand zu Hause ist.

Was misst und wacht

  • Fütterungstaste am Gerät (funktioniert auch mit nassen Händen)
  • Abdeckungs-Kontakt (optional)
  • Timer — Rückkehr zum Normalbetrieb nach der eingestellten Zeit

Was die Arbeit erledigt

  • Futterautomat (Impuls mit Wiederholungen)
  • Pause für Strömungspumpen, Filterung und Abschäumer
  • Dosierung und Wasserwechsel pausieren für die Dauer der Fütterung

Schutzfunktionen

  • automatische Rückkehr aus der Fütterung — „vergessene ausgeschaltete Pumpen" gibt es nicht
  • der Servicemodus beendet sich selbst nach einer Stunde Inaktivität
  • im Urlaubsmodus sind die Alarme wachsamer, nicht nachsichtiger
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Wasserchemie — Sonden, die auf sich selbst aufpassen

Das Sondenmodul misst pH, Redox (ORP) und Leitfähigkeit in zwei unabhängigen Kanälen — von reinem RO-Wasser bis zur vollen Meerwasser-Salinität. Im Pflanzenbecken führt der pH das CO₂; im Meerwasserbecken siehst du die Salinität in PSU und Dichte, und das ORP verrät die biologische Verfassung des Riffs; im Süßwasserbecken wachen Leitfähigkeit und TDS über die Wasserqualität. Die Kalibrierung führt ein Assistent Schritt für Schritt: Er erkennt die Kalibrierlösung selbst, wartet auf einen stabilen Messwert und speichert das Ergebnis mit Datum.

Was gemessen wird

  • pH — mit Temperaturkompensation
  • Redox (ORP) — die biologische Verfassung des Wassers
  • 2× Leitfähigkeit: Süßwasserbereich (µS/cm) und Meerwasserbereich (Salinität PSU + Dichte)
  • RO-Wasserreinheit (TDS) im Vorratsbehälter

So bleibt die Messung genau

  • isolierte, geschirmte Messkanäle — störfest gegen Pumpen und Lampen
  • Kalibrier-Assistent mit automatischer Erkennung der Kalibrierlösungen
  • Bewertung des Elektrodenzustands nach jeder Kalibrierung
  • Erinnerung an die Kalibrierung im eingestellten Tagesrhythmus

Schutzfunktionen

  • Erkennung abgesteckter oder defekter Sonden — messwertabhängige Funktionen gehen in den sicheren Zustand
  • alternde Elektrode → Warnung „Zeit für den Austausch", bevor die Messung zu lügen beginnt
  • Ansicht der Rohmesswerte für die Service-Diagnose
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Energie und Diagnose, die Ausfällen zuvorkommt

Jede der acht Steckdosen des Leistungsmoduls wird einzeln gemessen, und der Energiezähler erfasst das Ganze: Momentanleistung, Tagesverbrauch und Kosten nach deinem Strompreis pro kWh. Aber die Strommessung ist nicht nur Statistik — Oquari lernt den normalen Verbrauch jedes Geräts und alarmiert, wenn etwas vom Muster abweicht. Ein Filter, der deutlich weniger zieht als sonst, hat Luft im System oder ist verstopft. Ein Heizstab, der „heizt", aber keinen Strom zieht — ist gerade durchgebrannt. Du erfährst es vom Controller, nicht vom Becken.

Was gemessen wird

  • Stromverbrauch jeder Steckdose einzeln
  • Energiezähler des gesamten Systems (Leistung, kWh, Kosten)
  • Verbrauch der Umwälz- und Dosierpumpen
  • Betriebsstundenzähler der UV-Lampe

Was du davon hast

  • Tages- und Monatsdiagramme, die Unterhaltskosten deines Beckens
  • Erkennung eines Geräts, das kaputtzugehen beginnt — bevor es ausfällt
  • Erinnerung an den Wechsel der UV-Lampe nach abgeleisteten Betriebsstunden

Beispiele für Diagnose-Alarme

  • „Filter zieht 40 % weniger als sonst — prüf, ob Luft im System ist"
  • „Heizstab eingeschaltet, zieht aber keinen Strom — wahrscheinlich durchgebrannt"
  • „Pumpenverbrauch um die Hälfte gestiegen — möglicherweise blockierter Rotor"
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Leckageschutz und Alarmsystem

Leckagesensoren unter dem Becken, im Unterschrank und am Vorratsbehälter erkennen Wasser dort, wo keines sein sollte. Die Reaktion ist sofort und lokal: Stopp für Nachfüllung, Dosierung und Wasserwechsel, Magnetventile zu, Alarm. Ereignisse haben drei Stufen — Info, Warnung, kritischer Alarm — und jede Stufe hat ihre Kanäle: vom diskreten Logbucheintrag bis zu Sirene und Push-Benachrichtigung. Die Historie der letzten 1000 Ereignisse ist immer griffbereit.

Was wacht

  • Leckagesensoren (unter dem Becken, im Unterschrank, am Vorratsbehälter)
  • Minimal- und Maximalstand-Sensoren
  • alle Prozesse melden ihre eigenen Alarme (Heizen, ATO, Dosierung, Pumpen, Sonden)

So wird alarmiert

  • Signalton und Status-LED am Gerät
  • Ausgang für eine externe Alarmsirene
  • Push- und E-Mail-Benachrichtigungen (über das Panel auf oquari.com)
  • Alarm-Entitäten in Home Assistant — für deine eigenen Automatisierungen

Oberste Grundsätze

  • kritische Alarme arbeiten vollständig lokal — ohne Internet und ohne App
  • die Nachtruhe gilt niemals für kritische Alarme
  • ein Alarm erfordert deine Bestätigung — nichts „verschwindet von selbst"
  • Ereignis-Logbuch mit Export — die volle Historie dessen, was passiert ist
Beispielbenachrichtigungen auf dem Handy: „Wasser überhitzt: 27,9 °C — Heizstäbe abgeschaltet" · „Leckage unter dem Becken erkannt — Ventile geschlossen" · „KH+-Flasche reicht noch ~4 Tage" · „Filter zieht 38 % weniger Strom — möglicherweise Luft im System" · „Wasserwechsel abgeschlossen: 2,4 L" · „Tagesbericht: 25,0–25,3 °C · 1,4 kWh ≈ 0,26 €". Die Ereignisliste erweitern wir laufend — und du entscheidest selbst, welche aufs Handy kommen.
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Ausfallsicherheit — was passiert, wenn etwas ausfällt

Einen guten Controller erkennt man nicht daran, wie er läuft, wenn alles stimmt — sondern daran, was er tut, wenn etwas nicht mehr stimmt. Oquari erkennt einen Stromausfall im Bruchteil einer Sekunde: genug Zeit, Nachfüllung und Dosierung sicher zu stoppen und das Ereignis zu speichern. Kommt der Strom zurück, fährt das System in sicherer Reihenfolge hoch und kehrt zum Programm zurück — die Zeitpläne führt die eingebaute Uhr mit Batteriepufferung, der Sonnenaufgang um 8:00 kommt also um 8:00, selbst wenn das Internet seit einer Woche weg ist.

Das Internet fällt aus

Es passiert: nichts. Die gesamte Logik, alle Zeitpläne und Schutzfunktionen laufen lokal. Du verlierst nur den Fernzugriff — bis die Verbindung zurück ist.

Der Strom fällt aus

Der Ausfall wird sofort erkannt, die Wasserprozesse werden sicher gestoppt, das Ereignis gespeichert. Nach der Rückkehr: Start in sicherer Reihenfolge, Dosierung ohne „Nachholen" über die Tageslimits hinaus.

Die Module verlieren die Verbindung

Jedes Modul hat eigene Sicherheitsreflexe: Das Leistungsmodul lässt binnen Sekunden Filterung und Belüftung an und schaltet Heizstäbe und den Rest ab — von selbst, ohne die Zentrale.

Ein Sensor fällt aus

Die messwertabhängige Funktion geht in den sicheren Zustand: Das Heizen stoppt, das CO₂-Ventil schließt, die Nachfüllung wartet. Dein Becken wird niemals „blind" gesteuert.

So fühlt sich Ruhe für dein Becken an

Ein System, in dem jede Funktion von den anderen weiß — und jede ihre eigenen Schutzfunktionen hat.